Sport im Alter

 

Sport ist gesund! Zuschauen ist ungesund. Es fällt mir schon lange auf, dass unter den Zuschauern bei den verschiedenen Sportarten eine gewisse Menge an Zuschauern doch recht deutlich so aussehen, als hätten sie noch niemals selbst Sport getrieben. In der Unterhaltung mit diesen Leuten, oder im Gespräch mit Bekannten, hört man dann aber etwas anderes. Der oder die war doch damals Kreismeister im Schwimmen, Landesmeister im Tennis, Leistungsträger im Fußball in der Oberliga usw. Nur jetzt sind die Kniegelenke kaputt, die Bandscheibe platt, das Fußgelenk verschlissen und die Schulter tut auch weh. Damit kann man nicht mehr sporteln. Man ist froh, wenn das mit der Arbeit noch gerade so klappt oder der Weg bis ins Stadion.Muss das eigentlich so sein? Das Leben ist schon manchmal hart und ungerecht. Und gerade bei den älteren war, zu deren aktiven Zeiten, die medizinische Versorgung noch nicht so gut wie jetzt. Die ärztliche Diagnostik und auch die Operationsmethoden haben sich in den letzten Jahren deutlich verbessert. MRT, CT, Ultraschall und selbst die Röntgenbilder sind besser. Musste man früher bei Operationen das halbe Bein aufschneiden, reicht jetzt ein kleines Guckloch für die Kamera.

Heute sind unsere Sportler, zumindest die der ersten und zweiten Mannschaft, in der Sportberufsgenossenschaft versichert. Auch das hilft. Denn die Berufsgenossenschaft ist deutlich mehr daran interessiert die Verletzten wieder fit zu kriegen, als die gesetzlichen Krankenkassen. Die BG ist nämlich auch für die Rentenzahlung zuständig, während die Krankenkassen mit diesen Folgekosten nichts zu tun haben.

Aber zurück zum Thema. Für viele, die früher aktiv waren, spielte der Wettkampf beim Sport die tragende Rolle. Vor einiger Zeit hatte ich mal eine nicht mehr so junge Tennisspielerin zur Behandlung. Sie war am Knie operiert worden. Auf die Frage an den operierenden Arzt, welche Sportarten sie denn noch ausüben dürfte, bekam sie zur Antwort: „Alles, aber keine Kampfsportarten“. Als sie erfreut sagte, dass sie dann ja wieder Tennis spielen könne, meinte ihr Arzt: „Wettkampf“.

Und genau das ist das Problem. Im Alter und auch nach vielen Verletzungen sowie bei Verschleißerscheinungen ist Sport durchaus möglich. Aber sobald der Wettkampfgedanke dazu kommt, stößt der Körper an Grenzen. Es macht nun mal keinen Spaß bei Fußballspiel den Ball nur hin und her zu schießen. Beim Tennis, Tischtennis usw. kommt der Spaß erst wenn der Gegner den Ball nicht erreicht. Und schon geht man an die Grenze und auch darüber. Und schon tuts weh und macht keinen Spaß mehr. Glücklich sind die, die die Kurve kriegen und Sport nicht mehr nur als Wettkampf erleben. Medical Fitness, Walking, Jogging, Wandern, schwimmen in Bad Wald Liesborn, Radfahren, Radwandern, Gymnastik, Tanzen und vieles mehr. Nur eben nicht schneller, weiter höher und besser als die anderen. Im Grunde habe ich dabei immer ein Ehepaar vor Augen, die ich schon seit langer Zeit aus meiner Praxis kenne. Trotz Leistungssport in jungen Jahren, neuer Hüfte und neuen Schultergelenken sind die beiden auch im Alter von Ende 70 noch aktiv. Mit 3 mal die Woche Schwimmen, Radwanderungen bis Paderborn oder Warendorf, Wanderungen durch den Teuto und vielen anderen sportlichen Aktivitäten haben es die beide geschafft immer wieder eine sportliche Betätigung zu finden, die trotz Einschränkungen noch gehen.

Der Erfolg: Trotz vieler Krankheiten und Handikaps sind sie immer wieder schnell auf den Beinen und
schnell wieder leistungsfähig. Der Körper ist trainiert und kann seine Muskeln auch schnell wieder aktivieren. Und genau das wird immer wichtiger. Es ist abzusehen, dass die gesetzlichen Krankenkassen auf Dauer nicht mehr alle Reparaturen bezahlen. Und wir sehen gerade hier in Ostwestfalen, wie wenig ausreichend selbst große Operationen nachbehandelt werden. Da ist es schon sehr wichtig vorher an seiner Fitness zu arbeiten.

Das Kunststück scheint zu sein, irgend wann den Wettkampfgedanken abzulegen. Die Bewegung um der Bewegung willen. Einfach so, ohne hinterher gewonnen zu haben. Das kann man getrost den jungen Leuten überlassen. Und da beginnt im Grunde schon die Lernphase. Sportmediziner empfehlen, dass Jugendliche sich nicht vor der Pubertät im Sport spezialisieren. Wer Ballsportarten betrieben hat, kann später auf viele verschiedene Ballsportarten zurückgreifen. Man kennt die Flugbahn, egal ob der Ball getreten, geworfen oder geschlagen wurde. Nur sollten junge Leute auch die Einzelsportarten ohne Ball kennen lernen. Laufen, orientiert an der eigenen Kondition und den persönlichen Grenzen. Die das frühzeitig gelernt haben, können später von dieser Erfahrung zehren. Diese Leute hören dann später nicht vollkommen auf Sport zu treiben, sondern finden leichter einen Zugang zu Alternativen.

Turne, turne, bis zur Urne! Es reichen oft schon wenige Übungen, um im Training zu bleiben. So Professor Grönemeyer in einem seiner Bücher.

Jochen Meloh

Unsere gesamte Praxis ist klimatisiert und behindertengerecht ausgestattet

 

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