Skoliose

 

Was ist eine Skoliose? Eine Skoliose ist eine Wachstumsstörung der Wirbelsäule. Häufig beginnt dieses Fehlwachstum zwischen dem 7ten und 14ten Lebensjahr. Manchmal auch schon früher. Selten später. Es ist eine seitliche Verbiegung der Wirbelsäule einschließlich einer Verdrehung der Wirbelsäule. Die seitliche Verbiegung allein macht so ein Fehlwachstum noch nicht zur Skoliose, sondern erst wenn die Wirbelsäule sich noch zusätzlich verdreht, spricht man von einer Skoliose.Die Ursachen dafür sind bei über neunzig Prozent der Betroffenen nicht bekannt. Die Skoliose scheint nicht direkt vererblich zu sein, aber trotzdem findet man eine familiäre Häufung. Es scheint also zumindest die „Schwachstelle“ Wirbelsäule vererblich zu sein. Die Hauptgefahr für die Bildung einer Skoliose und der Verstärkung einer bis dahin dezenten Skoliose ist die Pubertät. Unser Wachstum geschieht nicht gleichmäßig. Der Kopf hat am schnellsten seine Endgröße erreicht. Später dann, so zwischen dem 7ten und 12ten Lebensjahr wachsen eher die Arme und die Beine. So bald sich die Hormone bilden, mit Eintritt in die Pubertät, wächst dann die Wirbelsäule und der Rumpf. Das ist dann die wichtigste Zeit, um darauf zu achten ob die Wirbelsäule auch gerade wächst. Denn, was erst schief gewachsen ist, lässt sich nur sehr schwer wieder gerade biegen. Wenn das Wachstum erst abgeschlossen ist, kann die Wirbelsäule auch nicht mehr gerade wachsen. Dann ist nur noch begrenzen der Probleme, die das Ganze bereiten kann, angesagt. Die Zeit zwischen dem 12ten und 16ten Lebensjahr ist also wichtig. Und gerade das ist die Zeit, in der Eltern ihre Kinder nur noch selten mit freiem Oberkörper sehen. So ist die Zeit nach den Sommerferien immer wieder bei den Orthopäden und auch bei den Physiotherapeuten eine Zeit, in der sich Anmeldungen für Therapie bei Fehlwachstum der Wirbelsäule häufen. Ursache? Im Sommerurlaub, am Strand, ist den Eltern aufgefallen, dass ihr Kind schief wächst. Früher war das häufiger als im Moment. Die Problematik ist ja auch bei den Kinderärzten bekannt. So wurde vor einigen Jahren noch eine weitere Vorsorgeuntersuchung, die U13 zu Beginn der Pubertät, eingeführt. Eins der Hauptthemen bei dieser Untersuchung ist die Entwicklung der Haltung. Die Einführung dieser Untersuchung hat in der Früherkennung sehr viel gebracht. Leider wird die Therapie dieser Erkrankung gleichzeitig durch die Regressandrohungen der Kassenärztlichen Vereinigung wieder ausgebremst. So stehen den Ärzten für die Behandlung nur wenig Mittel zur Verfügung. Manchmal wird so eine Chance vertan, späteren Beschwerden vorzubeugen.

Skoliose tut nicht weh. Schief macht keine Schmerzen. Nur wenn die Wirbelsäule nicht so gewachsen ist, wie es eigentlich vorgesehen ist, verschlechtert sich die Statik. Bei einer schlechten Statik ist die Belastbarkeit geringer. Die Fehlbelastung führt gern zu frühzeitigem Verschleiß und Überforderung der Muskulatur. Erst die Überlastungen, der Verschleiß und die Fehlfunktionen machen die Beschwerden. Wie ich schon weiter oben schrieb, sind die Ursachen für eine Skoliose noch nicht wirklich bekannt. Es gibt Auslöser wie Unfälle, Beinlängendifferenz, Lähmungen und Fehlbelastungen, wie einseitiges Tragen einer Schultasche. Das scheint aber nur bei etwa 5 Prozent der Betroffenen der Auslöser zu sein. Nicht jeder mit unterschiedlich langen Beinen bekommt auch eine Skoliose. Zurzeit nimmt man als wahrscheinlich häufigste Ursache, eine Hemmung der tiefen autochthonen Muskeln der Wirbelsäule an. Muskeln die für die Feinabstimmung des Verhältnisses der einzelnen Wirbel untereinander zuständig sind. Zuständig für Koordination und Gleichgewicht. Die Wirbelsäule scheint sich zu verdrehen, um eine bessere Stabilität gewährleisten zu können. So ist es auch mehr als die Hälfte vom Zeitaufwand für das Training und für die Behandlung dieses Fehlwachstums, der für Muskeltraining, Koordinationstraining und Stabilisationstraining drauf geht. Bei Jugendlichen ist dies aber leider gerade das Alter, in dem diese überhaupt kein Verständnis für Gymnastik und ähnliches haben. Glück haben in der Regel diejenigen Jugendlichen, die bis dahin schon regelmäßig Sport treiben. Zum einen sind da schon Grundlagen, auf denen man aufbauen kann. Zu Anderen haben diese jungen Menschen ein besseres Gefühl für ihren Körper und sehen eher ein, dass man etwas tun muss um etwas zu erreichen. Da muss es dann in der Regel auch nicht so viel Training sein, wie bei nicht Sport treibenden Jugendlichen. Gleichgewichts und Koordinationsübungen sind ohnehin als Funktionsgymnastik im Sport hilfreich. Ergänzt man das Ganze noch um Übungen für die drehenden Muskeln der Wirbelsäule, insbesondere der kleinen tiefen Wirbelsäulenrotatoren, ist die halbe Miete schon drin. Und das sind auch später die Übungen, mit denen man die Wirbelsäule schmerzfrei oder zumindest schmerzarm und ausreichend belastbar macht. Bei Erwachsenen kommen da dann noch Übungen für die Beweglichkeit dazu. Wie schon gesagt: Schief tut nicht weh. Schief verringert nur die Belastbarkeit und fördert den frühzeitigen Verschleiß. Ist trotz schiefer Wirbelsäule eine gleichmäßige Beweglichkeit vorhanden und die Muskulatur rund herum gleichmäßig trainiert und im muskulären Gleichgewicht, heißt Skoliose noch lange nicht: „Lerne zu Leiden ohne zu Klagen!“ Physiotherapie ist da auch beim Erwachsenen hilfreich. Mit Handgrifftechniken kann man unter Umständen die Beweglichkeit wieder verbessern. Ein geeignetes, angepasstes Übungsprogramm ist schnell erlernt.

Jochen Meloh

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