Nackenbeschwerden beim Motorrad- und Rennradfahren

 

Frühjahr, die Sonne lacht. Das Wetter lockt nach draußen in die freie Natur. Nicht nur die Gartenarbeit macht jetzt so richtig Spaß, sondern auch die Fahrt ins Grüne. Das Motorrad sowie auch Mountainbike und Rennrad werden aus dem Winterquartier geholt. Nach dem alles schön sauber und blank in der Sonne blitzt, ist es endlich wieder so weit. Die erste Ausfahrt. Vom Fahrtwind um die Nase kann man gar nicht genug bekommen. Beim Radler bremst ja irgend wann die Kondition und Kraft den ersten Ausritt. Beim Motorrad nicht. Schnell sind es 5 bis 6 Stunden. Durch Sauerland, oder Weserbergland. Alle Kurven voll ausgekostet. Und auch der Geschwindigkeitsrausch kommt nicht zu kurz. Was beim Rennrad die langen Bergabfahrten, sind beim Motorrad das Stück Autobahn oder Schnellstraße. Doch, doch, bei der Abfahrt von Groedner Joch, natürlich nicht im Sauerland, erreicht man ohne zu
treten mit dem Rennrad so ca. 80 km/h.Was haben diese beiden, ja sagen wir mal Fortbewegungsarten, denn gemeinsam? Die Nackenbeschwerden! Beim sportlichen Motorrad sowie beim sportlichen Rad, sitzt man weit nach vorne gebeugt, um dem Wind möglichst wenig Angriffsfläche zu bieten. Um noch die Straße mit ihren Hindernissen und vor Allem den Verkehr beobachten zu können, muss man bei beiden Fortbewegungsmitteln den Kopf weit nach hinten in den Nacken legen. Dies geht nur mit einem mehr oder weniger starken Knick der Halswirbelsäule nach hinten.
Dazu kommt: Der Kopf wiegt ca. 7 kg. 7 kg über eine Zeit von 2 bis 6 Stunden der ersten Ausfahrt gegen die Schwerkraft halten. Wenn man sich mal vorstellt, eine 7 kg Hantel bei einem mehrstündigen Spaziergang tragen zu müssen, hat man so in etwa eine Vorstellung davon, was die Nackenmuskeln leisten müssen.
Die Folge ist: Zunächst einmal ein elender Muskelkater. Der Nacken fühlt sich an wie ein Brett. Wenn man über die Schultermuskeln fasst, denkt man automatisch an Kieselsteine. Das bringt so eine lange, nicht mehr gewohnte Belastung, so mit sich. Und das ist bei Motorradfahrern und beim Radeln das Gleiche. Und vor Allem im Frühjahr, wenn die Saison beginnt. Die Muskeln sind diese Belastung einfach nicht mehr gewohnt. Später in der Saison haben sich die Muskeln trainiert und der Belastung angepasst.

Beim Motorrad kommt zur Belastung der vorgebeugten Haltung noch der Fahrtwind. Wer mal bei 100 km/h die Hand aus dem Fenster eines Autos gehalten hat, weis welchen Druck der Fahrtwind ausüben kann. Durch den großen Helm hat der Wind auf dem Motorrad auch eine richtig große Angriffsfläche. Kurz, für ein paar Minuten kein Problem. Aber über mehrere Stunden ist auch diese Belastung und Daueranspannung der Muskulatur unangenehm.

Ja, und dann noch die Arme. Bei der vorgebeugten Sitzhaltung auf einem Rennrad, Mountainbike oder Motorrad stütz man sich auf dem Lenker ab. Die Kraft der Arme muss dieses Gewicht halten. Wenn die Arme zu schwach sind, muss der Rücken diese Belastung übernehmen. Es muss schon sehr viel Spaß machen, wenn in jedem Frühjahr Hunderte und Tausende Menschen diese eben beschriebenen Tortouren freiwillig auf sich nehmen. Es wird ja besser, je öfter man fährt. Die Muskulatur gewöhnt sich bei den ersten Ausfahrten an die Belastung und hält, je länger die Saison dauert die Belastung immer besser aus. Man nennt das auch Training. Ja und trainieren kann man natürlich auch schon vorher. Mit ein paar Übungen für die Nacken und Rückenmuskeln. Ein paar Liegestütz oder Bankdrücken für die Arme, vor Saisonbeginn und schon hat sich das mit den Beschwerden und dem Muskelkater erledigt. Man muss es nur tun.

Für den Nacken und die Halswirbelsäule ist die einfachste Variante, mit den Händen versuchen den Kopf wegzudrücken. Von hinten, von vorne und von der Seite. Den Druck jeweils mit dem Kopf gegenhalten. Die einzelne Spannungsphase ca. 5 bis 10 Sekunden halten und oft wiederholen. Egal ob auf dem Bike oder Rennrad, um die Straße zu sehen, muss man den Kopf in den Nacken legen. Je runder die Brustwirbelsäule darunter, um so mehr muss der Nacken nach hinten. Also, je mehr Knick unten um so mehr Knick oben. Übungen gegen den zu starken Rundrücken zur Verbesserung der Beweglichkeit entlasten die Halswirbelsäule.

Wie bei allen Sportarten geht es eben nicht ohne Funktionsgymnastik.

Jochen Meloh

Unsere gesamte Praxis ist klimatisiert und behindertengerecht ausgestattet

 

Öffnungszeiten

Therapie

 

Mo - Do : 07:30 - 21:00

Fr : 7:30 - 18 :00 Uhr

Öffnungszeiten

Medical Fitness

 

Mo-Fr : 07:30 - 21:00

Sa      : 09:00 - 17:00

So      : 09:00 - 17:00

 

Feiertage : 09:00 - 17:00

24.12./25.12./31.12/01.01. und am 01.05 geschlossen

Hier finden Sie uns

PhysioPlus GmbH Meyer & Meloh 

Hauptstr. 19

Ärztehaus WD 17 19
33378 Rheda-Wiedenbrück

Tel: 05242 2537

Terminvereinbarungen

Rufen Sie uns einfach an:

 +49 5242 2537

Montag - Freitag 07:30 - 21:00

Am Wochenende ist die Rezeption nicht besetzt.

 

Oder benutzen Sie unser Kontaktformular.

Druckversion Druckversion | Sitemap
© PhysioPlus GmbH Meyer & Meloh