"Kranke machen Gymnastik"

 

Krankengymnastik und Physiotherapie bei Sportlern und Nichtsportlern.

Ich war froh, als 1996 die neue Berufsbezeichnung Physiotherapeut per Gesetz eingeführt wurde. Denn mein Beruf ist mehr als nur Gymnastik mit Kranken. Die Änderung war nötig geworden, weil in der früheren DDR die Kollegen den Berufsnamen Physiotherapeut führten, und im Einigungsvertrag eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet wurde. Im Internationalen Gebrauch ist dieser Berufsname üblich. Weltweit gibt es aber auch nur sehr selten die Teilung des Berufes in Krankengymnast (jetzt Physiotherapeut) und Masseur. Nur in den klassischen Bäderländern gibt es diese Unterteilung noch.Ich erlebe es öfter, dass sich in meiner Praxis Patienten anmelden, mit einem Rezept, welches schon einige Wochen alt ist. Wenn ich dann frage, weswegen sie mit ihren Beschwerden nicht früher gekommen sind, bekomme ich zur Antwort: Ich hatte noch zu viel Schmerzen, damit konnte ich noch keine Gymnastik machen. Tja, diese Meinung liegt sicherlich auch an der alten Berufsbezeichnung Krankengymnast sowie an dem Wort Krankengymnastik, für die Behandlung. Sicherlich hat das Ganze auch mit Gymnastik zu tun. In dem Wort Behandlung und Behandler kommt das Wort Hand vor. Und die Hand des Behandlers spielt gerade während der ersten Therapiemaßnamen bei Schmerzen eine Große Rolle. Muskelschmerzen werden zu Beginn einer Behandlung mittels einiger Massagegriffe gelindert. Gelenkschmerzen werden durch oszillierende Handgrifftechniken beeinflußt. Nervenschmerzen z.B. bei einem Bandscheibenvorfall werden zunächst im Schlingentisch entlastet und durch Handgrifftechniken und auch Übungen aus dem Bereich der Nervenmobilisation gelindert. Und so weiter und so weiter. Ich könnte noch viele Beispiele für „Krankengymnastische Behandlung“ ohne Gymnastik nennen. Aber natürlich gehört die Gymnastik als Ergänzung immer mit dazu. Es gibt Übungen die Schmerzen lindern können, sowie Übungen die versuchen an den Ursachen für die Beschwerden anzusetzen. Eine Physiotherapeutische Behandlung baut sich also individuell am Beschwerdebild und den Fähigkeiten des Patienten auf.

A) Handgrifftechniken und Übungen zur Beschwerdelinderung. Wärmeanwendungen, Kälte, Elektrotherapie, Traktion usw.

B) Funktionsanalyse, um die Ursachen für die Beschwerden herauszufinden. Das heißt, der Arzt stellt die Diagnose, wie z. B. Bandscheibenvorwölbung, Gelenkverschleiß, Skoliose. Da gibt es viele Möglichkeiten, die von einander abzugrenzen sind und für den Therapeuten die Basis für jede Behandlung darstellen. Der Physiotherapeut versucht dann mit Hilfe der Diagnose und weiteren Untersuchungsergebnissen des Arztes herauszufinden, welche Fehlfunktion zu dem Verschleiß geführt hat. Welcher Muskel ist zu schwach, welcher zieht zu kräftig? Welches Gelenk bewegt sich zu wenig, welches zu viel?

C) „Ja, und dann machen die Kranken Gymnastik“. Gezielte Übungen orientiert an den Schwachstellen und Fehlfunktionen. Das heißt vor Allem, das was nicht so gut klappt muß geübt werden. Ich sage manchmal in der Behandlung, dass wir Physiotherapeuten alle eine sadistische Ader haben. Wir suchen so lange nach einer Übung, die dem Patienten schwer fällt, bis wir eine gefunden haben und die muß dann gemacht werden.

Es sind also nicht unbedingt die schönen Übungen. Für die sind die Sportvereine zuständig. Spaß an der Bewegung in der Gruppe, mit und ohne Musik.

Das heißt natürlich nicht, dass eine Behandlung keinen Spaß macht. Der Spaß kommt vor Allem, wenn man merkt, wie die Muskelverspannung und der Schmerz verschwindet. Wie der Kopf sich wieder drehen läßt und man wieder allein die Socken anziehen kann.

Jochen Meloh

 

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