Funktionsgymnastik und Funktionsanalyse

 

Leistungssportler machen es alle, Hobbyathleten sollten es tun. Aber warum?
Ich bewege mich schon den ganzen Tag genügend, und Sport treibe ich auch regelmäßig, warum sollte ich denn jetzt auch noch Gymnastik machen? Reicht das denn nicht? Das und ähnliches höre ich fast jeden Tag in meiner Praxis. Die Funktionsgymnastik ist sicherlich das umfassende Thema in der Sportphysiotherapie. Denn die Funktion des Bewegungsapparates ist sehr vielseitig. Dort Fehler zu erkennen, die später einmal zu echten Schäden führen können ist außerordentlich schwierig. Denn jeder bewegt sich anders. Was ist normal und wo ist Veränderung nötig? Aber es geht bei der Sportfunktionsgymnastik nicht nur um Fehler. Auch die normalen Funktionen der in einer Sportart besonders geforderten Muskulatur und Gelenke kann mit einer entsprechenden Gymnastik unterstützt werden.Die Sportfunktionsgymnastik setzt sich zusammen aus Kräftigungsübungen, Dehnung, Mobilisation und Koordinationsübungen. In jeder Sportart gibt es Muskeln und Funktionen die besonders häufig gebraucht werden, sowie Muskeln und Gelenke die ehr selten gebraucht werden. Ein Mißverhältnis dieser Muskeln untereinander wirft den Körper aus dem Gleichgewicht. Ein einfaches Beispiel: Sind die Rückenmuskeln stärker als die Bauchmuskeln, wird der Körper vermehrt nach hinten gezogen, ins Hohlkreuz. Sind die Beinmuskeln kräftiger als die Rumpfmuskeln, fehlt das aktive Widerlager im Rumpf für die kräftigen Bewegungen der Beine. Beispiele gibt es so viele wie Sportler und Sportarten. Dazu kommen die unterschiedlichen Körpertypen. Der eine neigt zu Verkürzungen, der andere zur Abschwächung. Der eine bringt schon von der Veranlagung und Entwicklung eine gute Reaktionsfähigkeit mit, der andere hat dort Defizite, ist aber sehr kräftig. Sie sehen schon, ein Funktionstrainingsprogramm ist etwas sehr individuelles. Natürlich gibt es einige allgemeingültige Regeln, nach denen eine Mannschaft gemeinsam trainiert. Im Allgemeinen sollte man dehnen, dort wo die Muskeln besonders häufig und intensiv genutzt werden. Das sind beim Fußballer alle Beinmuskeln. Die Rumpfmuskeln sind im Allgemeinen ehr zu schwach, so daß einige Bauch- und Rückenmuskelübungen als Ergänzung sinnvoll sind. Die Reaktionsgeschwindigkeit der Fuß und Kniemuskulatur kann gar nicht gut genug sein, denn diese ist der beste Schutz vor Umknicken und anderen Gelenkverletzungen. Jeder Sportler weis ja in der Regel recht gut wo die Schwächen liegen. Das
sind immer die Übungen die man am wenigsten mag, weil sie so schwer fallen, oder so weh tun. Ab einer gewissen Leistungsklasse ist es nicht mehr Aufgabe des Trainers regelmäßig mit seinen Sportlern Funktionsgymnastik zu machen. Andererseits kennt der Trainer die Schwächen und Stärken seinen Spieler, ähnlich wie der Sportphysiotherapeut, der regelmäßig beim Training zuschaut, oder mitmacht. Auch die Mitspieler geben manchmal wertvolle Hinweise. Aus diesen Informationen stellt der Physiotherapeut in Zusammenarbeit mit Trainer und Spieler ein individuelles Funktionstrainingsprogramm zusammen. Der Sportler trainiert dann ergänzend zum gemeinsamen Training allein zu Hause, im Fitneßzenter oder in der Medizinischen Trainingstherapieabteilung einer physiotherapeutischen Praxis sein ergänzendes
Funktionstrainingsprogramm.

Um ein solches Programm zu erstellen sind manchmal weitere Hilfsmittel nötig. So hat sich als gute Möglichkeit zur Erhebung eines Funktionsbefundes die Videoanalyse gezeigt. Auch unsere Mannschaft hat zu Beginn der Saison eine Videolaufanalyse gemacht. Dabei können durch das Objektiv Bewegungsabläufe in der Nahaufnahme gezeigt werden, bei denen man sonst nie so nah herankommt. Durch die Möglichkeit von Standbild und Zeitlupe kann der geschulte Therapeut zusammen mit Trainer und Sportler jede Bewegungsphase genau betrachten und Ausweichbewegungen, sowie fehlende Stabilität in einzelnen Bewegungsabschnitten erkennen. Diese Informationen fließen dann wieder ins Trainingsprogramm ein. Wie ein solches Programm aussehen kann werde ich in einer der nächsten Ausgaben anhand von konkreten, im Fußballsport häufig auftretenden Problemen, erläutern.

Jochen Meloh


Unsere gesamte Praxis ist klimatisiert und behindertengerecht ausgestattet

 

Öffnungszeiten

Therapie

 

Mo - Do : 07:30 - 21:00

Fr : 7:30 - 18 :00 Uhr

Öffnungszeiten

Medical Fitness

 

Mo-Fr : 07:30 - 21:00

Sa      : 09:00 - 17:00

So      : 09:00 - 17:00

 

Feiertage : 09:00 - 17:00

24.12./25.12./31.12/01.01. und am 01.05 geschlossen

Hier finden Sie uns

PhysioPlus GmbH Meyer & Meloh 

Hauptstr. 19

Ärztehaus WD 17 19
33378 Rheda-Wiedenbrück

Tel: 05242 2537

Terminvereinbarungen

Rufen Sie uns einfach an:

 +49 5242 2537

Montag - Freitag 07:30 - 21:00

Am Wochenende ist die Rezeption nicht besetzt.

 

Oder benutzen Sie unser Kontaktformular.

Druckversion Druckversion | Sitemap
© PhysioPlus GmbH Meyer & Meloh