Schulranzen Gewicht

 

Das Gewicht eines Schulranzen bei Kindern darf deutlich höher sein als bisher angenommen.Die alte Regel, dass ein Schulranzen nur 10 % des Körpergewichtes wiegen darf ist mittlerweile überholt. Auch der kindliche Körper wächst an seinen Aufgaben. Zum 5. OWL I-Männchen-Tag am Samstag den 12.05.2012 bei Ford Lückenotto können Sie sich bei uns über die neuesten Erkenntnisse informieren. Lesen Sie dazu auch hier: http://www.kidcheck.de/ergebn_f14.htm

 

Einschulung und Tornister

 

Mitte Juni diesen Jahres findet in Rheda-Wiedenbrück der erste OWL I-Männchen Tag statt. Das möchte ich zum Anlass nehmen, einmal etwas über Tornister bei Schülern zu schreiben. Natürlich aus physiotherapeutischer Sicht. Gerade in letzter Zeit sieht man ja die verschiedensten Versuche den Kindern den Transport ihrer Schultasche zu erleichtern. Es endet im Moment darin, dass Kinder, ähnlich wie alte Leute, die schon von Arthose und Gelenkproblemen gezeichnet sind, mit Hackentrolli zur Schule gehen.Wie sinnvoll ist es, Kinder nicht zu belasten? Wenn ich einen Körper nicht belaste, ist er auch nicht belastbar und wird nicht belastbar. Dabei ist es keine Frage: „Überlastung ist schlecht“. Wenn der Tornister zu schwer ist, ist er zu schwer und überfordert Muskulatur, Gelenke und Knochen. Wenn der Tornister schlecht sitzt, drückt, rumwackelt und den falschen Schwerpunkt hat, sind die Kinder damit überfordert. Wenn Kinder motorisch und muskulär nicht in der Lage sind einen Tornister zu tragen, besteht Handlungsbedarf. Aber nicht nur durch Reduzierung der Last. Vor Allem Handlungsbedarf in Behandlung dieser Schwäche. Oder sollen die Kinder dieses Defizit mit ins Erwachsenenalter nehmen. Dann sind sie nämlich auch da überfordert. Egal ob bei Kindern oder Erwachsenen, motorische Defizite lassen sich durch Training zum Teil beheben, aber zumindest verbessern. Und gerade das Kindesalter ist die hohe motorische Lernphase. Das frühe Schulkindalter von ca. 6 bis 7 Jahren ist das Alter für die koordinative Kurzzeitlernfähigkeit. Das späte Schulkindalter von ca. 9 bis 10 Jahren ist das „Goldene Lernalter“, die Schlüsselphase für das Koordinationstraining. Das heißt, diese Fähigkeiten trainieren sich nie wieder so leicht wie in diesem Alter. Später, gerade im Erwachsenen Alter benötige ich viel mehr Zeit und Trainingsaufwand um ähnliches zu erreichen. Und es ist durchaus fraglich, ob ich überhaupt zu einem vergleichbaren Trainingseffekt komme.

Im Sport ist dies schon lange bekannt. So ist ein Training für Kinder nicht nur spielerisch angelegt, sondern berücksichtigt die verschiedenen Lernphasen. Berücksichtigt aber auch die Belastbarkeit. Beim Fußball ist das Spielfeld kleiner, die Zeit kürzer, die Wettkämpfe nicht so oft und kurz hintereinander. Beim Radsport ist die Übersetzung begrenzt und die Rennen dauern nicht so lange wie bei den älteren. Koordinationsfähigkeit ist zum Teil Voraussetzung um in den entsprechenden Leistungskadern aufgenommen zu werden. Im Sport geht man durch Training auf die verschiedenen Schwächen und Stärken der Kinder ein, um sie zu verbessern und Defizite zu beheben.

Beim OWL I-Männchen-Tag werden wir mit Hilfe der Firma MFT einen Koordinationstest anbieten, den S3 Check. Wir bestimmen den S3-Wert, welcher Aussagen über die Körperstabilität gibt. Die Körperstabilität ist die Grundvoraussetzung für eine gute Koordination, für die aktive Kontrolle von Haltung und Bewegung. Und die Körperstabilität ist durch ein entsprechendes Training zu verbessern. Das können spezielle Übungen sein, aber auch ein entsprechendes kindgerechtes Sportprogramm. Je nach Ausprägung der Schwächen. Auf jeden Fall ist ein Übungs- und Trainingsprogramm besser, als die Schwächen zu ignorieren oder zu vertuschen, in dem man die Kinder nicht mehr belastet. Unsere Sportvereine bieten entsprechende Kurse für Kinder verschiedenen Alters. Die Physiotherapeuten bieten über individuelle Einzeltherapie bis hin zu von den Krankenkassen geförderten Präventionsprogrammen verschiedene Hilfen an. Bekannt ist zum Beispiel das „Felix Fit“ Programm, eine Art Rückenschule für Kinder. In meiner Praxis setzen wir mehr auf gezielte Einzeltherapie und individuelle Problemlösungen. Bei entsprechender Diagnose und Therapiebedürftigkeit ist solch eine Behandlung zum Teil zu Lasten der Krankenkassen möglich. In der Gesundheitspolitik diskutiert man aber durchaus, in wieweit solche Schwächen als Krankheit zu bezeichnen sind. Ohne Therapie entwickeln sich gern Krankheiten daraus, aber eine Rechenschwäche ist auch keine Krankheit die zu Lasten der Allgemeinheit behandelt wird. So wird der Therapiebedarf zum Teil sehr unterschiedlich bewertet. Langfristig geht der Trend hin zu mehr Eigenverantwortung. Diese Eigenverantwortung sollte in unserer zunehmend Bewegungsarmen Zeit aber nicht dazu führen mehr zu schonen und weniger motorische Reize zu setzen.

Ein gut angepasster Tornister, in dem nicht alle Schulbücher und Hefte, die im Laufe einer Woche benötigt werden, gleichzeitig transportiert werden, fördert eher die Belastbarkeit und Motorik, als dass er schadet. Ergänzt durch Sport und spezielle Übungen lernen unsere Kinder so schon frühzeitig, auch den einseitigen Belastungen des Alltags im Erwachsenenalter mit Ausgleichssport und Bewegung zu begegnen.

Jochen Meloh

 

 

 

 

Unsere gesamte Praxis ist klimatisiert und behindertengerecht ausgestattet

 

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