Das Läuferknie

 

Das Läuferknie bezeichnet eine Form von Kniebeschwerden, die hauptsächlich bei Langstreckenläufern auftritt. Typisch für diese Beschwerden ist, dass die Schmerzen beständig zunehmen.Jeder, der Sport treibt, kennt die verschiedensten Beschwerden an Muskeln und Gelenken. Die Meisten dieser Beschwerden treten hier und da mal zum Vorschein und verschwinden auch wieder. Hier zwickt ein Muskel, da zieht es an einer Sehne, dort knackt es in einem Gelenk. Schenkt man dem Ganzen keine Beachtung, verschwinden diese Befindlichkeitsstörungen auch wieder, wenn die Muskeln erst mal richtig warm sind und die Gelenkschmiere sich richtig verteilt hat. Die Meisten dieser Symptome sind nach der Aufwärmphase wieder verschwunden. Ein Grund, weswegen man sich vor dem Sport erst einmal aufwärmen sollte. Nicht gleich von Null auf hundert mit der sportlichen Leistung beginnen.

Zum Aufwärmprogramm gehört, dass man zunächst einmal alle Gelenke bewegt, die Muskeln kurz andehnt und einmal auf volle Länge auseinander zieht. Herz und Kreislauf sollten vor der Leistung in Schwung gebracht werden. Dieses Aufwärmprogramm gewährleistet in der Regel eine beschwerdefreie sportliche Leistung.

Leider ist das aber nicht immer so möglich. Trotz vernünftigem „warming up“ tut es nach einiger Zeit an irgend einer Stelle im Körper weh. Zum Beispiel das Knie. Man versucht es zunächst einmal zu ignorieren. Beim „Läuferknie“ funktioniert das mit dem Ignorieren aber nicht. Der Schmerz, in der Regel ehr außen am Knie wird immer stärker. Jeder Schritt sticht. Jeder Schritt lässt die Beschwerden stärker werden. Es hilft nichts, der Sportler muss stehen bleiben. Langsames weitergehen ist ohne nennenswerte Schmerzen möglich. So bald das Tempo höher wird, sind die Beschwerden wieder voll da. Beim einen ist das schon nach 10 Minuten Laufen so, beim nächsten erst nach einer halben Stunde.

In der Regel versteckt sich hinter diesen Beschwerden eine so genannte Funktionsstörung. Eine muskuläre Dysbalance. Über zu einseitiges Training der Muskulatur trainieren sich einige Muskeln stärker als andere. Der äußere Anteil des Quadrizeps, der vastus lateralis, des vorderen vierköpfigen Oberschenkelmuskels, trainiert sich stärker auf, als der innere Anteil dieses Muskels. Da alle vier Anteile des Muskels an der Kniescheibe angewachsen sind, wird diese jetzt vermehrt nach außen gezogen und reibt am Oberschenkelknochen. So lange, bis der Gelenkknorpel schmerzt. Reduziert man das Tempo, reicht die Spannung des inneren Oberschenkelmuskels, des vastus medialis wieder aus, die Kniescheibe in der Mitte zu halten. Die oben beschriebene Funktionsstörung ist ein Grund für das so genannte Läuferknie.

Dieses Problem lässt sich relativ einfach beheben. Mit einigen Dehnungsübungen die Spannung im äußeren Oberschenkelmuskel senken und den inneren Anteil auftrainieren, und schon läuft die Kniescheibe wieder in der Mitte. Leider ist es nicht immer so einfach.

Und da beginnt die eigentliche Arbeit des geschulten Physiotherapeuten und Sportphysiotherapeuten. Der Arzt bekommt in unserem Gesundheitssystem gar nicht die Zeit zur Verfügung, um alle Funktionsstörungen auszutesten. Lassen Röntgen, CT und was es sonst noch so
an Untersuchungstechniken gibt keine Ursachen erkennen, ist die Beobachtungsgabe und das Wissen des Therapeuten gefragt.

Veränderungen in der Achsenstellung von Fuß, Knie, Hüfte und Wirbelsäule könnten sich hinter diesen Beschwerden verstecken. Veränderungen im Abrollverhalten des Fußes in der Schrittphase. Instabilitäten des Kniegelenkes in der Bewegung. Ausweichbewegungen im Hüftgelenk. Schonhaltungen der Wirbelsäule vom Becken bis zum Nacken. Alle Veränderungen der Statik und auch der Bewegung können am Kniegelenk zu einer Fehlbelastung führen. Kommt jemand mit einem Rezept zu uns in die Behandlung, mit der Diagnose: Läuferknie; Leitsymptom: Muskuläre Dysbalance; sind die ersten ein bis zwei Stunden dieser Behandlung von der Suche nach den Funktionsstörungen geprägt. Funktionsuntersuchung von Fuß, Knie, Hüfte, Becken und Wirbelsäule. Befundung von Gangbild, Laufbild und Alltagsbewegungen. Funktions- und Provokationstests. Die Ergebnisse dieser Untersuchung leiten dann die eigentliche Behandlung. Verbesserung der Gelenkfunktionen durch manualtherapeutische Behandlungstechniken. Reizlinderung durch Wärme, Kälte, Elektrotherapie, Ultraschall und Massage. Angleichen der
muskulären Dysbalance durch Trainingsprogramme mit Übungen zur Verbesserung der Muskelfunktionen wie Kraft, Elastizität, Koordination und Reaktionsgeschwindigkeit. Ist erst mal klar, welche Funktionsstörungen hinter den Beschwerden stecken, ist der Trainingsfleiß des Sportlers
gefragt.

Jochen Meloh

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