WDR Fernsehteam bei PhysioPlus

28.10.2009, Themen: , , , 1 Kommentar

Am Samstag, den 24.10.2009, hatten wir Besuch von einem Fernsehteam des WDR. Ein Bericht in der Servicezeit Gesundheit am Montag den, 02.11.2009, wird sich mit der Vielzahl von allgemeinen Tipps zu Bewegung und Ernährung befassen. Allgemeine Tipps können zwar sehr hilfreich sein, aber auch nur da wo sie zufällig passen. Allgemeine Tipps können sogar schädlich sein. „Rücken muss man schonen!? Gelenke muss man schonen!? Bei Rücken muss man Bauch trainieren!? Hohlkreuz ist schädlich!? Schwimmen ist gut für den Rücken!?“ Und so weiter. Na ja, schwimmen ist zumindest nicht schädlicher als Fußballspielen oder Radfahren. Aber woran erkenne ich dass der Bauch zu schwach ist? Am Umfang? Eine Vielzahl unserer Patienten, die wegen Rückenbeschwerden zu uns gekommen sind, um zu trainieren, hatten dann doch eher zu starke Bauchmuskeln und zu wenig Kraft in der Rückenmuskulatur. Und wer sich bei funktionellen Rückenbeschwerden zu sehr schont und Angst vor der Bewegung hat, hat recht gute Chancen, sein Problem zu chronifizieren. Gerade die Angst vor der Bewegung und dem Schmerz verschlimmert viele Probleme erst recht.

Individuelle Lösungen sind gefragt. Wer seine Muskeln trainieren möchte, sollte vorher messen lassen, wo wirklich seine Stärken und Schwächen sind. Beim Brillenkauf macht man auch vorher einen Sehtest, um zu wissen welche Brille wirklich gebraucht wird. So messen wir vor dem Training die Muskelkraft und vergleichen sie mit Vergleichspersonen gleichen Alters, Geschlecht, Größe und Gewicht. Außerdem messen wir das Verhältnis der Kräfte zueinander. Passt die Kraft im Rücken zur Kraft der Bauchmuskulatur? Passt die rechte Seite zur linken Seite? Sind die Beine gleich stark? Passen die Kniebeuger zur Kraft der Kniestrecker. Alles Muskeln, deren Kraft man messen kann. Allein das Wissen welche Muskeln es wirklich nötig haben reicht oft schon aus, um sein Training anzupassen. Das muss nicht unbedingt ein Gerätetraining sein. So konnten wir bei dem Spieler, der sich freundlicher Weise für das Fernsehteam zur Verfügung gestellt hat, feststellen, dass seine Dysbalance sich seit der ersten Messung fast vollkommen ausgeglichen hat. Nur durch das Umstellen einiger weniger Übungen.

Nicht nur in Deutschland und nicht nur in Rheda-Wiedenbrück, geht der Trend hin zu mehr Individualität. Allgemeine Tipps haben in der Vergangenheit nicht viel gebracht. Mehr Menschen denn je haben Beschwerden am Rücken und an den Gelenken. Und es sieht so aus, als würden in naher Zukunft nicht mehr alle Reparaturen bezahlt. Den Krankenkassen laufen die Kosten davon. Vieles ist zwar medizinisch machbar, aber nicht unbedingt auch bezahlbar.

Natürlich hilft es schon, sich überhaupt auf zu raffen und zu trainieren. Nur, sind die Übungen auch richtig? Werden die Übungen auch richtig ausgeführt? Soll ich weiter machen, obwohl es weh tut? Soll ich alle Übungen weglassen, die weh tun? Fachleute, wie z.B. Physiotherapeuten, können da wertvolle Trainingstipps geben. Tipps, die deutlich darüber hinaus gehen, alle Geräte auszulassen, die weh tun. Es ist die Mischung aus Mobilisationsübungen, Funktionstraining und Krafttraining.

Unsere neue Praxis mit dem neuen Medical Fitness Bereich existiert jetzt seit 4 Monaten. Einige Patienten der ersten Stunde, haben ihr 12 Wochenprogramm jetzt hinter sich. 40 bis 50 Prozent Kraftzuwachs in diesen 12 Wochen konnten wir mehrfach darstellen. Bei 2 Patientinnen war, bei den als zu schwach gemessenen Muskeln, ein Zuwachs von 80 Prozent festzustellen. Wir brauchen keine langen Vertragslaufzeiten von 1 bis 2 Jahren. Es reichen uns 12 Wochen um von der Effektivität zu überzeugen. Unsere individuellen Trainingspläne nach vorheriger Kraftmessung waren sicherlich ein Grund, weswegen sich das Fernsehteam des WDR für unsere Praxis entschieden hat. So sieht medizinisches Training der Zukunft aus. Begeistert war das Team auch von den Räumen. Großzügig, hell, mit viel Platz, angenehme Farben, ein ansprechender Empfangsbereich sowie Umkleiden und Duschen. Gesundheitstraining kann sogar angenehm und nicht nur anstrengend sein.

Interessant war für uns vor Allem, einmal zu sehen, wie solch eine Sendung aufgenommen wird. 4 Stunden verbrachte das Fernsehteam bei uns. Ca. 5 Minuten werden davon gesendet. Hätte unsere erste Mannschaft am Samstag Abend noch Training gehabt, wäre das Team auch noch zum Platz gekommen. Nachdem Steven von der Mannschaft erzählt hatte, waren sie neugierig geworden. So hatte ich dann aber noch Zeit, dem Kameramann ein paar Tipps zu geben. Ich konnte ihn ja einige Zeit bei der Arbeit beobachten. Auch bei dieser kurzen Beratung ging es nicht darum, wie er die Kamera schonender tragen kann, sondern wie er mit wenigen Übungen seinen Nacken dahin verbessert, dass dieser die Belastung aushält.

1 Kommentar

Jochen Meloh sagt dazu am 4. November 2009 / 22:24

http://www.wdr.de/tv/servicezeit/gesundheit/videos/flashplayer.jsp?mid=105808
Hier der Link zum Film

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